Ein Waisenhaus für Sri Lanka -
Schwetzinger Hilfsprojekt für die Opfer der Tsunami-Katastrophe vom 26. Dezember 2004

Am 26. Dezember 2004 verwüstete ein Tsunami weite Küstenabschnitte von 14 Anrainerstaaten des IndischenGruppenbild Ozeans, besonders betroffen Indonesien und Sri Lanka. Bei dem Unglück starben nach Schätzungen mehr als 225 000 Menschen, etwa 1,7 Millionen Menschen wurden obdachlos. Auch die Schwetzinger Bevölkerung zeigt hier ihr Mitgefühl und ihre Solidarität mit den Opfern.

"Woche der Solidarität" vom 5. bis 13. März 2005

Unter der Schirmherrschaft des damaligen OB Bernd Kappenstein wurde im Januar 2005 die Aktion Fluthilfe ins Leben gerufen, die den Bau eines Waisenhauses in Sri Lanka ermöglichte. Vom 5. bis 13. März 2005 fand als Aktionsschwerpunkt eine "Woche der Solidarität" statt. Zahlreiche Vereine und Gruppierungen, aber auch viele Einzelpersonen und Unternehmen hatten sich in die Aktion eingebracht und ein tolles Spendenergebnis ermöglicht. Auch jetzt gehen immer wieder noch neue Spenden ein. Bis jetzt kamen bereits über 170.000 EUR zusammen.

Bau und Betrieb eines Waisenhauses in Matara im Süden Sri Lankas

GesamtansichtDie Spendengelder werden vollständig und ohne grossen Verwaltungsaufwand für nachhaltige Projekte in Sri Lanka eingesetzt. Gebaut wurde ein Waisenhaus für 30 Jungen und zwar in Matara, einer Stadt mit 70.000 Einwohnern im Süden Sri Lankas. Sie war ebenfalls heftig von der Flutwelle betroffen. Es waren ca. 3.000 Opfer zu beklagen, darunter viele Kinder. Die Waisen sind in drei Gruppenräumen für je maximal zehn Kinder untergebracht. Diese Räume dienen zunächst als Schlaf-, aber auch als Aufenthaltsraum. Jedem Gruppenraum sind ein eigener Sanitärraum und ein Ruheraum für das Lesen und Lernen zugeordnet. In der Nachbarschaft ist auf Initiative der nordrhein-westfälischen Stadt Halver eine Schule entstanden. Ebenso gibt es einen Kindergarten sowie ein Internat. Hierdurch gibt es weitere positive Synergien. Spenden und Patenschaften sind die Basis für die langfristige Zukunft des Hauses und seiner Kinder.

Grundsteinlegung am 31. Januar 2006 – Aufnahme des Betriebs imküchenanbau März 2007 erfolgt

Nach der Auswahl eines geeigneten Grundstücks erfolgte mit der Grundsteinlegung am 31.01.2006 der offizielle Auftakt für die Bauarbeiten. Schon am 13. September 2006 wurde der Abschluss der Arbeiten für das Haupthaus gefeiert. Die Kosten für das Haus betragen umge-rechnet ca. 113.000 EUR. Anfang März 2007. Anfang März 2007 konnten die Kinder dann endgültig in das Haus einziehen.
Zwischenzeitlich ist das Haus fertig eingerichtet und ein Nebenbau erstellt, in dem die Küche untergebracht ist. Auch das Außengelände ist zwischenzeitlich bepflanzt und insgesamt ansprechend gestaltet. Die Kinder werden gut betreut, sind gesund und verfügen über ausreichend Kleidung und Lernmittel und fühlen sich dort heimisch. Ebenso ist eine gute Ernährung gesichert.

Vertrauensvolle Partner vor Ort

beim EssenUm in Matara effektiv, zielgenau und ohne Risiko zu arbeiten, hat Schwetzingen in der YOUNG MEN BUDDHIST ASSOCIATION (Y.M.B.A.), einer gemeinnützigen, staatlich anerkannten Organisation, und dem von ihr gegründeten Trägerverein „Bodu Maga“ (=Klarer Weg) einen zuverlässigen Partner gefunden. Mit Piyasena Hewakandamby wurde vor Ort ein Treuhänder gefunden, der sich trotz seiner 77 Jahre umfassend und liebevoll um die Belange des Hauses und der Kinder kümmert. Er ist der Vater von Mahesh Hewakandamby, unserer deutschen Kontaktperson aus Halver / Westfalen, der wesentlich an den Vorbereitungen des Projektes beteiligt war.

Der Vertrag

Im Interesse der Sicherung des Vereinszweckes regelt ein schriftlicher Vertrag die wichtigen Einzelheiten zu Bau, Betrieb und Unterhaltung des Hauses sowie die dafür erforderliche finanzielle Abwicklung. Der Unterhalt des Gebäudes unterliegt einem jährlichen Budgetplan. Den Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten muss von Schwetzinger Seite zugestimmt werden. Zusätzlich zum Bau des Waisenhauses, übernimmt der Schwetzinger Verein "Aktion Fluthilfe e.V." Kosten für Unterkunft, Nahrung, Kleidung und Betreuung der 30 Waisenkinder, die hier Platz finden. Priorität für die Aufnahme haben von der Tsunami-Katastrophe betroffene Waisen oder Halbwaisen. Der Vertrag läuft 10 Jahre.

Der Verein - breite Basis mit möglichst wenig Aufwand

Die Abwicklung der Sri Lanka-Hilfe aus Schwetzingen erfolgt ausschliesslich ehrenamtlich. Dazu wurde am 14. November 2005 in Schwetzingen ein als gemeinnützig anerkannter Verein gegründet. Der Vorstand wird wird durch einen Beirat von je einem Vertreter der Fraktionen des Gemeinderates und der evangelischen und katholischen Kirche unterstützt, um eine möglichst breite Basis für die erfolgreiche Umsetzung des Projektes zu haben.
 


 

© 2005 Aktion Fluthilfe Schwetzingen e.V.